Freitag, 25. Dezember 2015

Rückblick - Ausblick

Wieder sind 2 Monate vergangen seit dem letzten Blog-Beitrag. Das Jahr neigt sich dem Ende, guter Zeitpunkt für einen Rückblick:
Broom Service:
Letztes Jahr hat mich Andreas bei Broom Service an Bord geholt. Ein Glücksfall für mich und ich hoffe auch für ihn, denn zu zweit wird ein Spiel eben noch besser. Und wir haben es geschafft damit Kennerspiel des Jahres zu werden. Wunderschön!

Isle of Skye:
Großer Erfolg kann man nur sagen. Soviele positive Rückmeldungen. Manche Versandhändler bieten eine Verkaufsrangliste an, Isle of Skye ist da immer vorne zu finden und läuft ähnlich gut wie Broom Service, das immerhin den Titel Kennerspiel des Jahres im Rücken hat. Beachtlich. Manche meinen: Isle of Skye wäre ein ideales Kenner/Spiel des Jahres 2016. Es wäre für Einsteiger einfach und für Vielspieler trotzdem noch interessant genug. Aber kann das gleiche Autorenduo 2x hintereinander gewinnen? Ich kanns mir nicht vorstellen. Aber die Jury will ja gerne überraschen... :-)
Kann man den Erfolg im vorhinein abschätzen? Leider nicht. Leider kein Patentrezept solche Spiele aus dem Ärmel zu schütteln.

Erweiterung: Port Royal - Ein Auftrag geht noch:
Auch hier sind die Kritiken sehr gut ausgefallen. War auch in Essen schnell ausverkauft, zum Teil aber auch weil nicht soviele Stücke am Stand verfügbar waren. In den Charts taucht die Erweiterung aber nicht weit vorne auf. Die Verkaufszahlen dürften also mittelmässig sein. Aber ich denke, dass dies bei Erweiterungen so üblich ist.
Die Erweiterung ist übrigens schon auf Yucata umgesetzt. Auf Yucata kann man online spielen.

Royal Goods/Oh My Goods:
In Essen war es sehr schnell ausverkauft, Lookout hat es gleich nachproduzieren können. Damit bin ich sehr zufrieden. Die Kritiken sind sehr gut, aber von manchen - insbesondere Vielspielern - gab es Verbesserungswünsche. Nachdem bei Lookout eine Auflage nun weg ist und es nachproduziert wird, haben wir - Stefan Stadler von Lookout Games und ich - uns nochmals an die Anleitung gesetzt. Wir haben da und dort die Anleitung besser formuliert, also die Regelfragen eingearbeitet. Wir haben aber auch ein paar kleine Regeländerungen vorgenommen. Diese machen es für Vielspieler wesentlich interessanter. Details dazu werde ich im Blog schreiben, wenn das OK vom Verlag kommt. Uns war jedoch wichtig, dass an den Karten nichts geändert wurde damit kein Besitzer einer älteren Version benachteiligt wird.

Mombasa:
Auch hier passt alles, gute Kritiken, gute Verkäufe.

Ausblick:
Natürlich kann es 2016 nur ruhiger werden, 3 große Spiele + 1 Kartenspiel + 1 Erweiterung in 2015 ging nur, weil es da viel Vorarbeit gegeben hat. Der Zuspruch heuer war sehr motivierend und so bin ich wieder an einigen Projekten dran. Ein kleineres Würfelspiel liegt bei einem Verlag. Ein Kartenspiel kommt bei alea im Frühjahr. Und ein großes Spiel ist wieder in Arbeit und könnte 2016 fertig werden.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Essen 2015

Die Spielemesse in Essen 2015 ist also vorbei. Es war sehr schön. Ich habe alle Termine auf Samstag verlegt, hat aber gut funktioniert. Meine Spiele sind allesamt gut angekommen. Mombasa hat sehr gute Kritiken bekommen, Port Royal - Ein Auftrag geht noch war schnell ausverkauft und ist schon im Vorfeld hoch gelobt worden (danke Matthias!), Royal Goods war am Freitag schon ausverkauft und am Samstag kamen nochmals 50 Stück mit Signierstunde dazu. Das war auch sehr nett. Und dann noch die etwas "älteren" Titel Isle of Skye (auch ausverkauft) und Broom Service.

Das sind eine ganze Menge von Spiele heuer. Aber was noch wichtiger ist: Sie sind auch alle durch die Bank gut aufgenommen worden. Es ist deshalb auch selbstverständlich, dass dies ein Ausnahmejahr für mich ist. 2 tolle Titel zusammen mit Andreas Pelikan. Mombasa, ein Spiel das 5 Jahre Entwicklungsgeschichte auf den Buckel hat, ist halt heuer auf den Markt gekommen. Es hat mich gefreut, dass der grenzgeniale Autor Stefan Feld Mombasa in höchsten Tönen gelobt hat! Zeitgleich mit ihm wird dann auch ein Kartenspiel bei alea erscheinen. Stefan bringt sein Burgen von Burgund Kartenspiel raus, Andreas und ich auch eines. Aber unseres wird nicht was total neues sein (gut, das BuBu Kartenspiel eigentlich ja auch nicht), also wir werden sicherlich im Schatten von Stefan Feld stehen. Das macht aber nichts.

Ansonsten ist bei mir 2016 nicht viel in der Pipeline, mal schauen ob noch was dazukommt. Aber viel Zeit ist ja nicht mehr... Ach ja, eine Isle of Skye Erweiterung ist geplant. Da arbeiten Andi und ich gerade dran. Die ist richtig schwer, weil der Erfolg von IoS liegt in der Einfachheit. Hier was sinnlos kompliziertes dazuzugeben würde das Spiel nur verschlechtern. Dann lieber ganz sein lassen. Aber derzeit haben wir etwas, das nicht zuviel aufbläht und trotzdem bereichernd wirkt. Wir arbeiten weiter dran...

Übrigens, wer es noch nicht gehört hat: Das ausverkaufte Royal Goods wird von Lookout Games wieder auf den Markt gebracht, und zwar schon in 1 Monat. Das geht deshalb, weil die Karten und Grafik nicht geändert werden.

Samstag, 19. September 2015

Mombasa: Spielanleitung und Interview

Bei Mombasa gibt es nun die Spielanleitung zum donwloaden und eine kleine Beschreibung. Zu finden hier.
Die Anleitung ist hier.

Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 39,95. Für das Spielmaterial was drin ist wie 60 Holzhäuschen, Karten, Tableaus, Geld, Plättchen, großer Spielplan und vieles mehr recht günstig. Dieser Preis konnte auch deshalb so niedrig angesetzt werden, weil die 1.Auflage für so ein Vielspielerspiel durchaus ordentlich ist.


Zu Mombasa habe ich auch ein Interview gegeben. Das findet sich hier.

Donnerstag, 10. September 2015

Royal Goods


Vor 3 Wochen versprach ich eine kleine Überraschung, nun darf ich darüber berichten: Ich wurde gefragt ob ich wieder ehrenamtlich ein Spiel für die Charity Organisation Grenzenlos Spielen machen könne. Vor 2 Jahren war es Händler der Karibik, das später als Port Royal(PR) wiederveröffentlicht wurde. Na klar dachte ich mir, es muss mir nur eine Spielidee einfallen.

Natürlich kann man reizvolle Spiele nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, aber dank einer interessanten Grundidee und intensiver Arbeit gelang es mir Royal Goods zu entwickeln. Die Illustrationen kommen wieder von Klemens Franz - natürlich auch ohne Bezahlung. Es soll ja der ganze Verkaufserlös "Grenzenlos Spielen" zugute kommen. Damit das ganze nun ein Erfolg wird, braucht es nur mehr eines: Eure Hilfe! Kommt also zur Spiel 2015 in Essen zum Öster. Spielemuseums, Standnummer 1-C106 und kauft euch am besten gleich ein paar Exemplare :-). Eure Spielpartner werden sich sicher über ein Geschenk aus Essen freuen. Ich hoffe, dass die Spiele ähnlich schnell wie bei Händler der Karibik weggehen.

Neben Royal Goods wird es auch das lustige Spiel Flip a Bird geben. Es ist das Siegerspiel des heurigen Autorenwettbewerbs und stammt aus den Federn von Arno Steinwender und Wilfried Lepuschitz. Dieses Autorenduo hat schon viele ausgezeichnete Spiele publiziert. Bei Flip a Bird werden Karten offen und verdeckt zusammengemischt und dann jeweils vom Nachziehstapel in die Auslage gelegt. Ein paar Karten sind somit sichtbar, andere nicht. Nun gilt es abzuschätzen ob schon zuviele Vögel ausliegen oder ob man noch eine Karte riskieren kann. Ein Spiel, welches mir schon als Prototyp sehr gut gefallen hat.

Nun zu Royal Goods: Dieses Kartenspiel ist vom Anspruch her etwas über Port Royal (5-10 Minuten Regelerklärung). Eine Partie Royal Goods dauert ca. 30 Minuten und ist für 2-4 Spieler. Wenn man 2 Exemplare zusammenmischt, könnte man es vielleicht auch zu fünft oder sechst spielen da viele Spielphasen simultan ablaufen. Eine Spielkarte kann auf 3 verschiedene Arten eingesetzt werden: Gebäude, Ware und Rohstoff.
Wie funktioniert Royal Goods? Als Spieler sind wir Handwerker und stellen verschiedenste Güter her, z.B. Glas, Bretter, Kohle, Leder, Schuhe usw. Dabei kann man auch Produktionsketten aufbauen, also beispielsweise Mehl aus Getreide oder Brot aus Mehl und Kohle (als Energie) produzieren. Diese Waren werden für das Bezahlen von neuen und besseren Gebäude verwendet. Man selbst kann in jeder Runde in einem Gebäude arbeiten, aber später kann man Gehilfen anwerben, die dann in anderen Gebäuden eingesetzt werden.

Ähnlich wie bei Port Royal wollte ich ein kleines Zockerelement (aber keinen Can't Stop Mechanismus wie bei PR) einbauen: Um ein Gebäude zu aktivieren, müssen die richtigen Rohstoffe in der Marktauslage liegen. Man sieht aber nicht alle Rohstoffe und kann somit etwas zocken ob z.B. Holz noch aufgedeckt wird. Abgefedert wird das dadurch, dass man auch Rohstoffe von der Hand runterspielen kann wenn etwas fehlt.
Fazit: Weniger Glücksfaktor, mehr Aufbaueffekt und mehr Regeln als Port Royal.

Samstag, 5. September 2015

Port Royal Erweiterung: Ein Auftrag geht noch

In ca. 1 Monat sollte die Erweiterung zu Port Royal erhältlich sein. Hier ein paar Details:
Sie heißt "Ein Auftrag geht noch..." und es sind viele verschiedene Sachen reingepackt:
- 4 neue Personen, selbstverständlich jede Person mehrfach vorhanden. Nichts wahnsinnig kompliziertes und konstruiertes. Sie fügen sich gut zu den anderen Personen, bringen neue Strategien und Synergien.

- Damit das Verhältnis Personen zu Schiffen passt, auch neue Schiffe. Davon von jeder Farbe eines, das dem hinten liegenden Spieler helfen sollte.

- Aufträge: Der Namensgeber der Erweiterung. Bei der Implementierung war mir wichtig, dass Aufträge einerseits von den Spielern wahrgenommen werden aber andererseits nicht alles dominieren und das Spiel nicht komplett auf den Kopf stellt.
Zu Beginn der Runde werden 4 zufällige Aufträge (von insgesamt 18) ausgelegt. Und das ist schon das erste wirklich tolle daran: Somit spielt sich jede Partie Port Royal von Beginn an anders. Diese Variabilität von Partie zu Partie tut Port Royal sehr gut! Gleichzeitig ist es nicht so, dass jeder immer auf alle Aufträge spielen muss, es ist nur ein zusätzlicher Gewinn.
Es liegen also 4 Aufträge aus und wer einen erfüllt, setzt einen seiner 3 Marker in seiner Spielerfarbe rauf. Er bekommt dafür Münzen, der erste mehr als die anderen. Hier haben die Spieler also ein kleines Wettrennen untereinander. Man schaut somit noch mehr was die anderen so machen und worauf sie spielen. Zusätzlich bekommt man 1 Siegpunkt wenn man seinen zweiten Marker setzt und nochmals 2 Siegpunkte beim Setzen seines letzten Markers. Insgesamt sind also 3 Siegpunkte und etwas Geld möglich wer komplett auf Aufträge spielt. Insofern sind Aufträge gut, aber man kann auch ohne gewinnen.
Es gibt 18 verschiedene Aufträge, beispielsweise: Sammle gewisse Personenkonstellationen, 4 verschiedene Schiffe in die Hafenauslage legen, Verzichte 2x auf die Beute einer Galeone und viele mehr...

- Solomodus: Die Aufträge bieten die Möglichkeit alleine gegen das Spiel zu spielen. Dazu werden 3 ausgelegt, die man alle erfüllen muss. Dann wird ein Zeitstapel bestimmt - denn man hat nur begrenzt dafür Zeit - der sich aus der Schwierigkeit der Aufträge ergibt. Nach einem Handicap System wird dieser Zeitstapel mit jedem Sieg immer kleiner und somit immer schwieriger. Wer ein Handicap von 0 erreicht, ist gleich gut wie ich! Schafft das wer.... :-) ?

- Der kooperative Modus wird ähnlich gespielt wie der Solomodus, nur dass mehr Aufträge ausgelegt werden. Alle müssen von zumindest einem Spieler erfüllt werden. Hier muss man sich gut absprechen. Die Überlegungen hier sind ähnlich wie beim Spiel gegeneinander: Müssen wir riskieren oder sind wir gut unterwegs und können auf sicher spielen? Auch hier ergibt sich der Zeitstapel aus dem Schwierigkeitsgrad der Aufträge. Zu Beginn der Partie kann man Karten davon weglegen um es sich schwerer zu machen. Für jede weggelegte Karte gibt es einen Punkt. Schafft ihr es Kapitän zu werden und 6 Karten wegzulegen?

Ich hoffe, dass euch die Erweiterung gefallen wird!




Donnerstag, 27. August 2015

Port Royal gewinnt Spiel des Jahres (Familien) in Finnland!

Die Überschrift sagt schon alles, in der Kategorie Familie hat Port Royal gewonnen! Gratulation auch an die Sieger der anderen Kategorien.
Ich habe natürlich keine Ahnung über die Breitenwirkung dieses Preises, aber schön ist es allemal.
Hier der Link

Dienstag, 25. August 2015

Port Royal: Promokarte bei Stadt-Land spielt

Alle Fans von Port Royal aufgepasst: Bei Stadt-Land spielt gibt es eine Promokarte zu Port Royal. Die Karte heißt Spieler. Ohne auf die Details einzugehen (da will ich die Überraschung nicht verderben) kann der Besitzer vom Spieler jetzt noch mehr zocken. Die Karte eignet sich gut wenn man keine Schwerter besitzt, denn wer den Spieler benützen möchte, darf in diesem Zug keine Schiffe mehr abwehren...
Aber seht selbst: Stadt-Land spielt findet am 12.+13.September an diesen Orten statt:
Spielorte

Donnerstag, 20. August 2015

Port Royal zum Familienspiel des Jahres in Finnland nominiert

In Finnland ist Port Royal einer von 3 Nominierten zum Familienspiel des Jahres!
http://www.lautapeliopas.fi/uutiset/vuoden-peli-2015-finalistit-on-julkaistu/

Die Nominierten sind:
  • Takenoko / Bergsala Enigma Finland Oy
  • Port Royal / Lautapelit.fi
  • Pikku Prinssi / Lautapelit.fi

Sonntag, 16. August 2015

Port Royal hat die Top 100 bei den Familienspielen erreicht!

Aktuell ist Port Royal auf Platz 98 der "besten" Familienspielen. Zumindest wenn es nach der amerikanischen Seite Boardgamegeek (BGG) geht. Hier der Link: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/156009/port-royal

Das ist insofern überraschend, weil der amerikanische Verleger das Spiel noch nicht auf den Markt gebracht hat und 50% der User auf BGG aus USA sind.
Das sind natürlich nur statistische Spielereien, denn viele, auch einfache Spiele, werden in der Kategorie Strategiespiele geführt. Trotzdem zeigen auch die aktuellen Verkaufszahlen, dass sich das Spiel über Mundpropaganda weiter gut verkauft.

Das Spiel feiert übrigens bald den zweiten Geburtstag, denn 2013 kam es in Essen unter dem Titel "Händler der Karibik" auf den Markt. Ich kann aus diesem Anlass hier in meinem Blog bald eine kleine Überraschung bekannt geben.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Mombasa - Ein fiktionales Spiel

Ab und zu - auch jetzt wieder einmal - gibt es eine Diskussion zu Mombasa und zur Kolonialzeit. Die Kolonialzeit ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Da ist es auch gut, wenn diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät, sondern thematisiert wird.
Mombasa tut dies jedoch nicht, denn es handelt sich hierbei NICHT um eine historische Simulation, sondern um ein fiktionales Spiel mit fiktionalen Handelskompanien. Das einzige was nicht fiktional ist, ist der Ort des Geschehens: Afrika. Wir haben tatsächlich mal mit dem Verlag überlegt das Spiel woanders anzusiedeln, aber es wäre doch schade, wenn man kein fiktionales Wirtschaftsspiel in Afrika machen kann, weil jeder gleich an Kolonialzeit denkt.  Afrika ist ein schöner und wirtschaftlich durchaus auch aufstrebender Kontinent - natürlich gibt es große regionale Unterschiede.
Früher hatte das Spiel tatsächlich eine Zeitangabe, aber es war immer "nur" ein Wirtschaftsspiel. Um herauszustreichen, dass es eben keine historische Simulation ist, wurde die Zeitangabe rausgenommen, damit es durch und durch ein fiktionales Spiel ist.

Schon jemand nachgezählt wie oft in diesem Post das Wort "fiktional" vorkommt? :-)

P.S.: Wer eine Diskussion in diese Richtung findet, kann gerne hierher verlinken!

Montag, 6. Juli 2015

And the Oscar goes to.....Broom Service!

Wahnsinn! Das Spiel des Jahres ist quasi der Oscar der Spieleszene. Wer ihn bekommt, hat es "geschafft". Heute haben Andi und ich ihn für unser Spiel "Broom Service" entgegen nehmen dürfen. Wie bei einer Oscarverleihung gibt es 3 Nominierte, die bis zur Preisverteilung keine Ahnung haben wer ihn gewinnt. Bei aller Freude darf man somit nicht vergessen, dass auch 2 andere weit angereist sind und mit leeren Händen zurückkehren.

Das Gewinnen des Kennerspiel des Jahres ist ein tolles Gefühl: Nun darf man sich in die Serie der anderen Spiel des Jahres und Kennerspiel des Jahres einreihen!

Als Österreicher kann man auch nur staunen, wie sehr Medien diesen Preis aufgreifen und darüber berichten. Nach all den Interviews kommt man sich schon ein wenig wie ein Star vor :-) Zumindest für die 2 Stunden, dann ist ja auch schon alles wieder vorbei.

Mich freut es aber insbesondere für das Spiel. Denn Broom Service ist KEIN Spiel, das sich von alleine verkauft. Damit meine ich: Bei Expertenspiele sucht meist die Zielgruppe das Spiel. Dagegen, die potentielle Zielgruppe von Broom Service (Leute mit Spielerfahrung, die aber trotzdem einen leichten Einstieg und viel Spass suchen), tut dies nicht. Da wird der Preis hoffentlich noch einiges bewirken.


...noch immer überwältigt!

P.S.: 2011 wurde Kennerspiel des Jahres erstmals eingeführt. Dazu schrieb ich hier auf diesem Blog:
"...Und nun kommt ein dritter Preis dazu, das Kennerspiel des Jahres. Ich freue mich darüber, denn das könnte ein wenig meine Richtung von Spiel werden, also eine Art von Spiel, das ich gerne spiele aber auch entwickle...." :-)

Samstag, 4. Juli 2015

Port Royal - Erweiterung kommt! ++ Broom Service: Auf nach Berlin

Gute Nachricht für alle Fans von Port Royal: Der Verlag hat die vorgeschlagene Erweiterung akzeptiert! Wenn alles glatt geht, sollte sie in Essen das Licht der Welt erblicken. Sie wird gut, denn eigentlich sind 4 Erweiterungen inkludiert.

Am Montag wird das Kennerspiel des Jahres bekannt gegeben. Broom Service ist neben 2 anderen Spielen nominiert. Also rechnerisch eine 33% Chance zu gewinnen. Schön wär's ... :-)

Montag, 18. Mai 2015

Broom Service - Nominiert für Kennerspiel des Jahres

Broom Service ist nun also nominiert. Für viele - wie auch für mich - überraschend, hat man doch im Vorfeld nicht soviel von dem Spiel gelesen. Es ist jetzt seit wenigen Wochen im Handel und das Feedback ist meist gut bis sehr gut, aber es gibt auch immer wieder kritische Stimmen. Damit war zu rechnen, denn wer das Spiel als reines Strategiespiel ansieht, wird entäuscht werden. Natürlich ist es auch kein reines "Fun-Spiel" aber zumindest hat man fun/Spass, wenn man sich darauf einlässt und es nicht zu ernst nimmt.

Wer es unbedingt gewinnen will, der wird wohl mit einigem Frust zu kämpfen haben. Da können die Rollen in der falschen Reihenfolge gespielt werden oder jemand hat den Kräutersammler auf der Hand, obwohl er sowieso schon in Kräuter schwimmt. Aber mit der Spielpraxis wird man auch besser, insbesondere die Gefahr einer falschen Reihenfolge der Rollen kann man leicht aus dem Weg gehen.

Selbstverständlich freut mich die Nominierung. Und zwar vor allem deshalb, weil mehr Leute auf das Spiel aufmerksam werden und es mal probieren. Nicht zu wenige haben es wohl als Neuauflage abgetan und deshalb links liegen gelassen. Vielleicht schaut sich der eine oder andere das Spiel nun doch näher an. Und auch wenn es den Optimierern zu wenig Kontrolle bietet, so gibt es (hoffentlich) auch viele Spieler, denen genau diese Mischung aus Strategie und Interaktion zusagt.

Mittwoch, 15. April 2015

Isle of Skye

Isle of Skye ist das neueste Spiel von Andreas Pelikan und mir. Es wird voraussichtlich zur Spielwarenmesse in Essen 2015 beim Lookout Verlag erscheinen. 

Um was gehts? Es ist ein mittelschweres Legespiel, wo jeder an seinem eigenen, persönlichen Königreich baut. Vom Anspruch her liegt es über meinem Port Royal aber deutlich unter Mombasa.

Isle of Skye hat 2 Twists:
1. Alle ziehen Plättchen aus dem Beutel und legen simultan deren Verkaufspreis fest. Reihum kaufen die Spieler nun ein. Unverkaufte Plättchen muss man selber kaufen. Hier ergeben sich interessante Entscheidungen: Verlange ich zuviel, muss ich es selbst teuer kaufen. Bin ich zu billig, habe ich Geld verschenkt. Wieviel ist ein Plättchen meinen Mitspielern wert? Da die Preisfestsetzung simultan geschieht, ist die Downtime gering. 

2. Nachdem jeder seine gekauften Plättchen im eigenen Königreich eingebaut hat gibt es eine Wertung, also nach jeder Runde. Zu Spielbeginn werden 4 Wertungskarten aus 16 gezogen. Die übrigen 12 spielen also nicht mit, jede Partie ist damit anders. In jeder Runde werden 2-3 der Wertungskarten gewertet, jede 3x pro Partie. Einmal sind Schafe viel wert, ein anderes mal wird höheres Einkommen belohnt, dann gibt es Punke für den größten See, dann für alle abgeschlossenen Gebiete usw. 
Je nach Wertungskarte sollte man also unterschiedlich spielen und bauen. 

Isle of Skye dauert ca. 30-60 Minuten und ist für 2-5 Spieler.

Sonntag, 25. Januar 2015

Broom Service

Broom Service kommt - schon sehr bald. Und es wird schon heiß diskutiert, v.a. über den Namen und wie ähnlich es dem Wie verhext ist.

Hier meine subjektive Einschätzung - Zahlen sind Daumen mal pi:
* Vielleicht 20% derjenigen, die Wie verhext sehr gut finden, werden Broom Service auch mögen, aber das reine Kartenspiel vorziehen. Warum? Weil einfach noch etwas dazukommt. Zwar wurde auch was weggenommen, sodass die Regelfülle im Grundspiel irgendwie ähnlich ist. Aber ein 10 Sekunden Blick zu meinen Hinterspielern reicht oft nicht um abschätzen zu können ob man die Rolle mutig oder feige ausspielt. Sondern man muss auch die Position am Spielbrett berücksichtigen.

* Vielleicht 50% derjenigen, die Wie verhext nicht mochten, werden an Broom Service gefallen finden. Warum? Weil neben dem Abschätzen ob die Hinterleute die gleiche Rolle auf der Hand haben, nun zuästzliche Elemente ins Spiel kommen. Man kann sich eine Strategie überlegen, es gibt mehrere Wege zum Ziel usw.

Kurz gesagt: Es ist mehr als nur Rollen abschätzen. Und dieses Mehr wird manchen gefallen, anderen nicht. Es ist ganz sicher kein Multiplayer-Solitär. Es ist Lachen, Ärgern, Schadenfreude, kurz Emotionen. Aber auch Strategie. Diese Kombination mag vielleicht nicht jedermans Sache sein, aber ich denke in diese Richtung gibt es viel zu wenige Spiele.

Freitag, 16. Januar 2015

Mombasa - Grundlegendes

Mombasa ist ein waschechtes Vielspielerspiel. Ich bin froh wie es sich entwickelt hat. Ich denke, dass es bei Vielspielern gut ankommen wird.

Ich mag Spiele mit einer topografischen Karte. Es ist interaktiv, aber ohne direkten Ärgerfaktor. Das kommt dadurch zustande, dass sich 4 Handelskompanien in Afrika ausbreiten und Handelsposten errichten und wir als Spieler in alle 4 investieren können. Natürlich wird man sich gegen Ende hin eher auf eine einzige Kompanie konzentrieren und für diese spielen. Aber das ist eben nur eine mögliche Strategie.

Das Investieren in eine Kompanie schaltet Boni frei. Es gibt 4 doppelseitige Investitionsleisten, somit liegt in jeder Partie eine andere Kombination aus. Für Varianz ist also gesorgt. Am Anfang einer Partie geht es einem Spieler meist darum einen Bonus freizuschalten. Die helfen nämlich dem Spieler beträchtlich weiter. Und wenn man dann aber schon in diese Kompanie investiert ist, will man da auch expandieren. Immerhin sollen die Anteile auch nicht wertlos am Spielende sein.

Daneben muss jeder noch eigene Plantagen erwerben. Zwar startet man schon mit Plantagen, die  sind aber relativ schwach - produzieren nicht viel.

3 Karten wählen alle Spieler gleichzeitig aus. Das können neben Plantagen auch Buchhalter, Diamantenhändler oder Reiter sein. Durch das gleichzeitige Auswählen ist die Downtime gering. Anschließend ist jeder reihum mit einer Aktion an der Reihe, solange bis alle Spieler gepasst haben. Dadurch spielt sich Mombasa trotz "strategischem Schwergewicht" flüssig - dies ist mir persönlich sehr wichtig. Die Spieldauer liegt bei ca. 2 Stunden.