Sonntag, 25. Januar 2015

Broom Service

Broom Service kommt - schon sehr bald. Und es wird schon heiß diskutiert, v.a. über den Namen und wie ähnlich es dem Wie verhext ist.

Hier meine subjektive Einschätzung - Zahlen sind Daumen mal pi:
* Vielleicht 20% derjenigen, die Wie verhext sehr gut finden, werden Broom Service auch mögen, aber das reine Kartenspiel vorziehen. Warum? Weil einfach noch etwas dazukommt. Zwar wurde auch was weggenommen, sodass die Regelfülle im Grundspiel irgendwie ähnlich ist. Aber ein 10 Sekunden Blick zu meinen Hinterspielern reicht oft nicht um abschätzen zu können ob man die Rolle mutig oder feige ausspielt. Sondern man muss auch die Position am Spielbrett berücksichtigen.

* Vielleicht 50% derjenigen, die Wie verhext nicht mochten, werden an Broom Service gefallen finden. Warum? Weil neben dem Abschätzen ob die Hinterleute die gleiche Rolle auf der Hand haben, nun zuästzliche Elemente ins Spiel kommen. Man kann sich eine Strategie überlegen, es gibt mehrere Wege zum Ziel usw.

Kurz gesagt: Es ist mehr als nur Rollen abschätzen. Und dieses Mehr wird manchen gefallen, anderen nicht. Es ist ganz sicher kein Multiplayer-Solitär. Es ist Lachen, Ärgern, Schadenfreude, kurz Emotionen. Aber auch Strategie. Diese Kombination mag vielleicht nicht jedermans Sache sein, aber ich denke in diese Richtung gibt es viel zu wenige Spiele.

Freitag, 16. Januar 2015

Mombasa - Grundlegendes

Mombasa ist ein waschechtes Vielspielerspiel. Ich bin froh wie es sich entwickelt hat. Ich denke, dass es bei Vielspielern gut ankommen wird.

Ich mag Spiele mit einer topografischen Karte. Es ist interaktiv, aber ohne direkten Ärgerfaktor. Das kommt dadurch zustande, dass sich 4 Handelskompanien in Afrika ausbreiten und Handelsposten errichten und wir als Spieler in alle 4 investieren können. Natürlich wird man sich gegen Ende hin eher auf eine einzige Kompanie konzentrieren und für diese spielen. Aber das ist eben nur eine mögliche Strategie.

Das Investieren in eine Kompanie schaltet Boni frei. Es gibt 4 doppelseitige Investitionsleisten, somit liegt in jeder Partie eine andere Kombination aus. Für Varianz ist also gesorgt. Am Anfang einer Partie geht es einem Spieler meist darum einen Bonus freizuschalten. Die helfen nämlich dem Spieler beträchtlich weiter. Und wenn man dann aber schon in diese Kompanie investiert ist, will man da auch expandieren. Immerhin sollen die Anteile auch nicht wertlos am Spielende sein.

Daneben muss jeder noch eigene Plantagen erwerben. Zwar startet man schon mit Plantagen, die  sind aber relativ schwach - produzieren nicht viel.

3 Karten wählen alle Spieler gleichzeitig aus. Das können neben Plantagen auch Buchhalter, Diamantenhändler oder Reiter sein. Durch das gleichzeitige Auswählen ist die Downtime gering. Anschließend ist jeder reihum mit einer Aktion an der Reihe, solange bis alle Spieler gepasst haben. Dadurch spielt sich Mombasa trotz "strategischem Schwergewicht" flüssig - dies ist mir persönlich sehr wichtig. Die Spieldauer liegt bei ca. 2 Stunden.