Mittwoch, 7. September 2016

Mombasa räumt einige Preise ab

Mombasa konnte in den letzten Tagen 2 Preise gewinnen:
+ Der Deutsche Spielepreis ist ein Publikumspreis und deshalb besonders wertvoll weil es zeigt, dass Mombasa zuhause am Spieltisch gut ankommt - zumindest bei all jenen, die mitgemacht haben. Isle of Skye hat übrigens den 7. Platz belegt.
An dieser Stelle Danke an Alle, die mitgestimmt haben!

+ Spiel des Jahres in Portugal: Dies wird von einer Jury vergeben und zeichnet das beste Vielspielerspiel aus. Auch hier danke an die Jury! Wenn man sich die vergangenen Preisträger anschaut, ist es eine Ehre dabei sein zu dürfen.

Dienstag, 23. August 2016

Vor ca. 13 Monaten...

...ging es das erste mal nach Berlin. Nun heute konnten Andreas und ich 2x den Kennerspiel des Jahres Preis gewinnen. Was für eine Ehre. Dass Isle of Skye gewonnen hat war für mich schon überraschend. Ist es das beste Spiel für Vielspieler? Natürlich nicht. Kennerspiel ist ja nicht der Vielspielerpreis, auch nicht der Strategiespiel Preis (haben wir letztes Jahr mit Broom Service bereits diskutiert), sondern der Preis für jene, die schon mehr Spielerfahrung haben, aber keinesfalls die Vielspieler. Die informieren sich selbst.

Blicken wir in die Zukunft: Gerade habe ich mit Lookout Games die Erweiterung zu Oh My Goods abgeschlossen. Ich habe das in den letzten Wochen und Monaten auch mit meinen Vielspielerfreunden getestet. Manche hatten noch die alte Regel (1.Edition) in Erinnerung und waren positiv überrascht wie sich das Spiel gewandelt hat. Verstehe ich, denn zuerst sollte Royal Goods in die Familie von Port Royal hineinpassen, erschien ja auch beim öster. Spieleverlag. Spaß, kurze Spieldauer und das Beste aus seinen Karten machen zu müssen - das stand im Vordergrund. Nachdem es Lookout Games aufgegriffen hat und das Spiel dann auch von Vielspielern gespielt wurde, kam das Feedback nach mehr Kontrolle auf. Das Spiel war schnell ausverkauft und so haben wir für die 2.Auflage die Regel minimal überarbeitet, mit großem Effekt. Und jetzt kommt eben die 1.Erweiterung heraus.

Die 1.Erweiterung wird ein neues Spielsystem haben: Ich nenne es "dynamischer Eventkartenstapel". Ich werde versuchen diese Mechanik auch bei anderen Spielen einzubauen. Es ermöglicht mir mit relativ einfachen Mittel eine Geschichte zu erzählen. Die Erweiterung "Longsdale in Aufruhr" tut genau das. Es geht über 5 Kapitel und neue Gebäude werden nach und nach eingeführt. Wer keine Geschichte mag, spielt einfach das Kapitel "All inclusive" - alle Gebäude enthalten, zufällige Aufgabe. Das Spiel wird nicht groß im Handel erhältlich sein. Günstig und klein, für Fans und Sammler eben.Auch sehr gut solo zu spielen.

Die Geschichte zu Longsdale in Aufruhr:
Unruhen  machen  sich  in  der  Hauptstadt  Longsdale breit. Es  gibt  Gerüchte, es  könne bald  Krieg  geben. Und dann auch noch die Rebelen. Der König braucht eure Hilfe. Findet allein oder mit bis  zu  vier  Spielern  in  den  fünf  Kapiteln  dieser Erweiterung heraus, wie die Geschichte ausgeht. Und wer weiß? Vielleicht wenden eure Entscheidungen gar das Schicksal ...

Dienstag, 5. April 2016

Oh My Goods / Royal Goods / Oh du meine Güter...Anleitung für 2.Auflage

Endlich ist sie da, die leicht überarbeitete Anleitung der 2.Auflage: Oh my Goods Anleitung - Deutsch.


Und das sind nun alle Regeländerungen zur 1.Auflage:
1. In Phase I darf jeder Spieler alle seine Handkarten abwerfen und gleichviel neue ziehen. Nur alle oder keine tauschen.
2. In Phase IV kommt ein nicht gebautes Gebäude auf die Hand zurück (Früher: auf den Ablagestapel)
3. In Phase IV darf man entweder Gebäude bauen oder Gehilfen anwerben. Es gibt keine Beschränkung auf 2 Gehilfen mehr. (Früher: beides war möglich)
4. In der allerletzten Runde darf man die Produktionsketten aller Gebäude benutzen - egal ob dort jemand gearbeitet hat oder nicht).
5. Das Marktamt bringt +1 Karte, jetzt aber nur wenn man höchsten 3 Handkarten besitzt.


Grundsätzlich zielen diese Regeländerung darauf hin das Glück zu reduzieren. Wem das bisher nicht gestört hat, soll ruhig mit den Regeln der 1.Auflage weiterspielen.
Aus diesen Gründen wird es strategischer: Regel 1 ermöglicht das Suchen nach Gebäuden. Oder wenn man mal nur teure Gebäude auf der Hand hat und am Anfang der Partie nichts bauen kann. Oder um die Produktionskette intensiver nützen zu können. Dadurch dass jetzt Handkarten besser nutzbar werden, muß mit Regel 5 das Marktamt entschärft werden. Regel 3 - Bauen oder Anheuern - verlängert eine Partie um ca. 1-2 Runden. Zusammen mit Regel 4, dass man alle Produktionsketten in der letzten Runde verwenden kann, stärkt es das Aufbauen von Produktionsketten.

Für Strategen bringen diese Regeländerungen viel mehr Möglichkeiten rein. Warum die nicht schon in der 1.Auflage drin war? Weil ursprünglich das Zielpublikum die "Händler der Karibik" Spieler waren, ist ja auch beim Öster. Spielemuseum aufgelegt worden und dann 1:1 von Lookout Games übernommen worden. Jetzt ist es in die Hände vieler Expertenspieler gelangt, die es eben gerne etwas strategischer lieben - wie ich übrigens auch.

Freitag, 8. Januar 2016

Broom Service - Das Kartenspiel: Echt jetzt?

Als der Verlag in Person von Stefan Brück angeregt hat doch ein Broom Service Kartenspiel zu machen, dachte ich erst: Guter Witz, Stefan! Warum? Weil Broom Service ja die Brettspielversion vom Kartenspiel "Wie verhext" ist. Und jetzt soll es wieder eine Kartenversion geben? Macht sowas Sinn? Nachdem es nun fertig ist, lautet die eindeutige Antwort: JA (nicht ganz unerwartet, oder :-)). Warum? Weil kurz (20 Minuten) und knackig (nur mutig & feige Prinzip), nun aber im Detail:

Es ist bis 6 Spieler und dauert 20 Minuten. Man sieht also anhand der Spieldauer schon, dass es ganz woanders hingeht. Broom Service packt man als Hauptspiel eines Spieleabends aus. Broom Service - Das Kartenspiel dagegen ist schnell erklärt, kurz und ist vom Spielspaß und Spieldauer sowas wie "6 Nimmt!" oder "Love Letter", aber mit weniger Glück.

Broom Service - Das Kartenspiel besteht nur aus dem mutig & feige Mechanismus, alles andere haben Andreas und ich weggelassen. Man muss nur die Auslage der Mitspieler im Auge behalten um abschätzen zu können was er oder sie geplant hat. 3 Aufträge liegen auch noch aus, auf die alle hinspielen können, aber nicht müssen.

Die Karten sind verschiedene Hexen. Alle Hexen werden gemischt und dann kriegt jeder 10-15 zufällige ausgeteilt, also nicht so wie bei Broom Service, dass man jede Rolle genau 1x hat. 3 verschiedene suchen sich alle Spieler zu Beginn jeder der 4 Runden aus.

Die Karten=Hexen funktionieren alle gleich:
 - Mutig durchgebracht wird sie mit der Seite der 3 Tränke in die eigene Auslage gelegt.
 - Feige hat man nur 1 Trank gebraut.

Am Spielende bekommt man umsomehr Punkte, je mehr gleiche Tränke man besitzt. Für Aufträge braucht man jedoch verschiedene Tränke. Wenn man darauf spielt, befindet man sich im Wettlauf mit den anderen.

Je nach Starthand und ausliegenden Aufträgen sollte man unterschiedlich spielen, aber noch viel wichtiger: nach jeder Runde auf seine Mitspieler reagieren! Wenn ich sehe, dass der Spieler hinter mir auch die Tränke der Nebelhexe sammelt, dann werde ich die eher nicht mehr spielen wollen. Denn der hat sie wahrscheinlich auch in der Hand und somit müßte ich die immer feige spielen. Oder doch nicht? Das sind schöne Überlegungen - für ein 20 Minuten Spiel.

Wenn das Spiel eine Chance bekommt, kommt es sicher gut an. Manchen war das mutig&feige Prinzip für ein 70 Minuten Spiel zu unberechenbar und ihnen hat deshalb Broom Service nicht gefallen. Aber selbst diese Skeptiker konnte Broom Service - Das Kartenspiel in unseren Tests überzeugen.