Sonntag, 24. September 2017

Tybor der Baumeister: Gebäude

Was jedem bewußt sein sollte: Die Gebäude sind unterschiedlich viel wert, also "unbalanced". Ich sage das, weil das untpisch für ein Strategiespiel ist. Natürlich könnte der Startspieler gleich das beste Gebäude herauspicken, aber meistens wird dies nicht passieren, denn: Tybor der Baumeister ist ein Draftingspiel, d.h. jeder Spieler erhält 5 Karten, alle wählen gleichzeitig 1 davon und spielen die als Bürger, Arbeiter oder Baumeister aus. Mit dem Baumeister baut man ein Gebäude und die gewählte Karte wird einfach abgeworfen. In der 1.Runde eines Durchgangs bekomme ich 5 frische Karten. Da sind bestimmt 2-3 gute Karten dabei. Will ich wirklich eine davon einfach nur abwerfen oder verwende ich doch lieber die beste Karte als starken Arbeiter oder mächtigen Bürger? Diese Frage stellt sich den Spielern jede Runde.

Schauen wir uns mal ein Gebäude genauer an. Hier sehen wir eine Kapelle. Es ist ein großes Gebäude, erkennbar am Symbol links oben im Eck. Die Rückseite dieser Karte ist eine kleine Kapelle. Immer wenn man baut, kann man die Karte normal oder in groß bauen. Groß kostet mehr, bringt aber auch mehr Siegpunkte. Das Bauen kostet Arbeitskraft, ich muss dann Arbeiter mit einer gewißen Stärke abwerfen.
Die Farbe des Gebäudes zeigt an, dass es ein Zivilgebäude ist. Jeder Spieler hat einen Geheimauftrag und muss eine bestimmte Kombination an Gebäuden bauen. Außerdem bringen Bürger Rabatte auf bestimmte Gebäudearten/Farben.  Habe ich beispielsweise viele Bürger gesammelt, die mir Rabatt auf Zivilgebäude bringen, kann es sogar sein, dass ich gratis bauen kann. Das ist sehr stark, eine gute Strategie. Ich muss dazu in den ersten Runden Bürger spielen und auf das Bauen verzichten. Machen das andere Spieler auch, könnte es sich lohnen früh zu bauen und einen satten Vorsprung herauszuspielen.
Die Kapelle hat einen Einmaleffekt - erkennbar am Blitz: Sie zieht neue Arbeiter nach Longsdale: Ich ziehe 2 Karten und lege die bessere als Arbeiter zu mir.

Tybor der Bameister kommt mit 110 Karten aus, dauert ca. 20-30 Minuten. Auch wenn man zu acht mit 2 Decks spielt, ist es nicht viel länger. Es erzählt eine kleine Geschichte und die Regeln sind nicht allzu kompliziert. Ich denke das Spiel wird Gelegenheitsspielern wie auch Vielspielern gut gefallen.

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